Nach der langen skifreien Pause durch Lockdown & Co. war die Vorfreude auf die ersten Skitage in der Saison 2021/22 umso größer. Und auch Marius Quast ist voller Euphorie in den Winter gestartet. Was dann passierte, wünscht sich wohl keiner. Denn direkt beim ersten Skitrip nach Sölden verletzt sich der YouTuber bei einem Skiunfall und muss pausieren.
Seitdem sind zwei Monate vergangen und er steht wieder auf den Brettern. Wir haben mit Marius über den bitteren Unfall gesprochen.
So einen Start in die Skisaison wünscht man Keinem. Wie konnte es zu deinem Unfall kommen?
Du kennst diese Situation sicher auch. Die letzte Abfahrt des Tages steht an, die Konzentration lässt ein bisschen nach und hat dafür eine Menge Spaß. Doch dann war da dieser kleine Hügel über den ich sprang, schlecht landete, komplett aus den Skiern flog und mir bei diesem Aufprall beide Fersenknochen geprellt und den rechten Knochen angebrochen habe. Die Folge waren mindestens 6 Woche ohne sprunghafte Belastung und damit auch kein Skifahren.
Wie ärgerlich! Das ist schon ein herber Rückschlag. Wie bist du damit umgegangen?
Naja, zunächst musste ich die ganzen Planungen absagen und war niedergeschlagen. Tolle Skitage am Kitzsteinhorn, im Stubaital und noch weitere Dreharbeiten waren geplant – das war schon bitter. Aber auf der anderen Seite hatte ich mehr Zeit, die nächsten großen Inhalte zu entwickeln, während ich körperlich zunächst ganz ruhig und dann mit ersten Spaziergängen und Sporttrainings wieder aktiv wurde.
Ganz klar: Wiederholen möchte ich diesen Sturz nicht und ich habe nochmal gemerkt, wie wichtig Gesundheit für jeden einzelnen von uns ist. Aber ich konnte durch die Zeit der Reflektion auch einiges Positives gewinnen und fühle mich bereit für die nächsten Ski-Video-Drehs.
Was ist das für ein Gefühl, jetzt wieder zurück auf der Piste zu sein?
Die Videos aus Saalbach-Hinterglemm und aus dem Südtiroler Skigebiet Carezza sind schon online. Das waren tolle Skitage mit viel Schnee, leeren Pisten und Sonnenschein. Sportlich lief es bisher wieder ganz solide, wobei ich mich gerade ehrlicherweise etwas zurücknehme und auf Sparflamme fahre, um nicht direkt nach der Verletzung ein hohes Risiko einzugehen.
Persönlich habe ich es sehr genossen, dass wir jetzt auch in der Pandemie einen sehr guten Weg gefunden haben, wie Wintersport wieder gelingen kann. Ich freue mich, die Menschen wieder am Berg und beim Skifahren lachen zu sehen. Das ist ein tolles Gefühl und ich hoffe, dass ich diesen Optimismus auch in meinen Videos übertragen kann.
Du sprichst es schon an. Neben dem Unfall hat ja auch Corona das vergangene Jahr schwierig gemacht. Trotzdem gab es ja bestimmt auch gute Momente, oder? Was war dein persönliches Highlight in 2021?
Das vergangene Jahr war eine wirkliche Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen, Beschleunigung und Bremsung. Vielleicht auch großen Steilkurven, wo ich persönlich die Richtung sehr verändern musste. Aber genau das macht das Leben ja auch besonders. Manchmal Neues wagen und sich selbst verändern; sich den Gegebenheiten anpassen und das Beste draus machen.
Deswegen war mein Highlight im Jahr 2021 der Gravelbike Deutschland Cross mit meinem Freund und YouTube-Kollegen Bastian Brutzer. Wir sind von Hamburg nach München mit dem Fahrrad gefahren und haben dabei tolle Ecken, wie z.B. die Rhön, entdecken dürfen. Dabei sind tolle Erinnerungen entstanden und das Video kann ich jedem ans Herz legen.
Das war ein super Video! Hast du für die Zukunft schon etwas ähnlich geplant? Was sind deine Ziele für 2022?
Zunächst muss ich sagen, dass ich mir schon immer Ziele gesteckt und aufgeschrieben habe. Während der Pandemie habe ich gemerkt, dass die äußeren Faktoren meine persönlichen Ideen und Pläne durchgeschüttelt haben wie eine Buckelpiste einen Skifahrer. Deshalb sind meine Ziele für 2022 etwas offener definiert als sonst und geben mir mehr Freiheiten. Auf der einen Seite möchte ich gerne vier große Abenteuer-Wochen mit Bastian gestalten, in denen wir uns jeweils 7 Tage für ein tolles Projekt am Berg, in der Natur oder auf Reise nehmen können.
Auf der anderen Seite möchte ich am Aufbau meiner persönlichen Fitness wieder mehr Freude gewinnen. Und natürlich Gesund bleiben und Freude im Alltag haben. Das kann ich auch nur Jedem wünschen, der hier mitgelesen hat. Gutes Jahr Euch allen!
Danke Marius für deine Offenheit. Schön, dass du wieder fit bist. Wir wünschen dir nur das Beste für das neue Jahr 2022 und sind schon gespannt auf all deine neuen Abenteuer!

Pingback: Marius Quast holt silbernen Playbutton von YouTube – HOME of TRAVEL